Die Gründung der Orgelbaufirma geht auf Justin Ehrenfried Gerhard (1710 - 1786) zurück. Er war seinerzeit in Lindig b. Kahla wohnhaft. Seine Ausbildung machte er bei Gottfried Silbermann.
Sein Sohn Christian August (1745 - 1817) führte das Geschäft weiter. Als er 1817 starb, vollendeten seine Söhne Johann Christian Adam (1780 - 1837) und Johann Ernst Gottfried (1786 - 1823) die Orgel in der Kirche zu Dorndorf. Johann Christian Adam heiratete 1814 nach Dorndorf und Verlegte die Werkstatt hierhin.
Sein Bruder, Johann Ernst Gottfried, wohnte ab 1814 in Merseburg. 1819 ist zu lesen: dieses Jahr bekam Johann Ernst Gottfried Bürgerrecht in der Stadt. Die beiden Brüder sind auch schon in der Region Merseburg benannt, jedoch nur mit Reparaturarbeiten an Orgeln. Vermutlich ihr Onkel Friedrich Gerhard (1826 - 1922) brachte den Durchbruch, als er in der Merseburger Gegend ansässig war.

Denn 1853 machte sich Friedrich in Kölleda selbstständig. Nicht lange, 1863 verlegte er seine Werkstatt nach Merseburg, wobei er auch vorher hier schon tätig war.

Was in der Zwischenzeit (1823 bis 1863) mit der Werkstatt passierte, ist, ist noch nicht bekannt.

einige Orgeln/ Orgelwerke:

Friedensdorf (18??)
Großwilsdorf (1885)
Horburg (1888)
Merseburg (St. Maximi) (1876-1936) danach öfters umdisponiert
Naundorf (Geiseltal) (1810), seit 1955/ 56 in Schortau (Braunsbedra)
Niederbeuna (Beuna) 1892)
Querfurt (1868)
Reichardswerben (1819-1821)
Schleberoda (1753)
Schnellroda (1786)
Wallendorf (1877)
Wormsleben (1872)
Zscherben (Merseburg) (1804), seit 1967/ 68 in Leuna-Kröllwitz